Restek
Resource Hub / Video Library / Fehlersuche mit der „Teile-und-Herrsche“-Methode (Divide and Conquer)

Fehlersuche mit der „Teile-und-Herrsche“-Methode (Divide & Conquer)

Beschreibung

Das Rezept für eine erfolgreiche Fehlersuche bei der Gaschromatografie ist eine Mischung aus grundlegenden Kenntnissen und der Anwendung nützlicher Methoden. Eine der Hauptschwierigkeiten bei der Fehlersuche ist die große Anzahl an potenziellen Ursachen für Ihr Problem. „Teile-und-Herrsche“ ist eine Strategie, mit der sich mögliche Ursachen rasch einengen lassen, so dass Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren und das Problem identifizieren und beheben können.

Weitere Informationen

 

Von Restek empfohlene Tools & Ersatzteile

 

Transkript

Hallo und herzlich willkommen zu diesem Restek Tipp. Also .... Ihre Daten oder Ihr Gerät (oder beide) signalisieren Ihnen, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie müssen also eine Fehlersuche durchführen. Nun besteht aber der erste Schritt bei jeder Fehlersuche darin, das Problem möglichst genau zu beschreiben. Wir alle wissen jedoch, dass ein bestimmtes Problem eine Reihe möglicher Ursachen haben könnte. Worauf sollten wir also bei der Fehlersuche unsere Aufmerksamkeit richten? Hier kann uns eine sogenannte „Teile-und-Herrsche“-Methode als Fehlersuchverfahren von großem Nutzen sein. 

Stellen Sie sich sowohl Ihr Gerät als auch Ihr Verfahren als eine Reihe von Komponenten vor, die zusammen Ihre Daten produzieren. Wenn es Ihnen gelingt, diese Komponenten zu isolieren und sie individuell zu untersuchen, können Sie herausfinden, wo Ihr Problem liegt, und Ihre Aufmerksamkeit bei der Fehlersuche entsprechend fokussieren. Lassen Sie mich ein paar Beispiele anführen. Angenommen, Sie finden einen unerklärlichen Peak und wissen nicht, woher er stammt. Sie könnten zum Beispiel viel Zeit damit verbringen, Ihre Probenhandhabung und -vorbereitung, und Ihre Spritzen und Ihre Spülfläschchen zu untersuchen, aber bevor Sie das tun, sollten wir vielleicht herausfinden, ob der Peak im Gerät selbst vorliegt, aus dem Gerät stammt oder von außerhalb des Geräts eingebracht wird. Dazu könnten wir beispielsweise einen Geräteleerwert bestimmen, indem überhaupt nichts injiziert wird. Ist der Peak dann immer noch da, wissen Sie, dass Sie das Problem wahrscheinlich irgendwo am Einlass suchen müssen. Ist der Peak nicht mehr vorhanden, müssen Sie Ihre Aufmerksamkeit nach außerhalb des Gerätes verlagern.

Ein weiteres Beispiel: Angenommen, Sie haben ein Gerät mit zwei Kanälen, in dem beide Kanäle gleich konfiguriert sind, z. B. mit einem Split/Splitlos-Injektor an einem FID sowohl vorne als auch hinten. Wenn Sie das Problem vorne vermuten, könnten Sie die Detektorenden der Säulen vertauschen, so dass die vordere Säule jetzt zum hinteren Detektor führt und die hintere Säule an den vorderen Detektor. Führen Sie die Analyse erneut durch. Wenn das Problem auch weiterhin am vorderen Detektor auftritt, während Sie alles andere geändert haben, sind die Chancen gut, dass dort auch Ihr Problem liegt. Wechselt das Problem aber plötzlich zum hinteren Detektor, denken Sie, „Es ist wahrscheinlich nicht mein Detektor, sondern eher meine Säule oder mein Injektor.“ Die „Teile-und-Herrsche“-Strategie kann also tatsächlich helfen Ihre Fehlersuche zu fokussieren. Also viel Glück und vielen Dank für Ihr Interesse am aktuellen Tipp von Restek.